Die Kreditorenbuchhaltung ist eine Nebenbuchhaltung der Finanzbuchhaltung. Jeder regelmäßige Lieferant wird mit einem Kreditorenstammsatz erfasst. Jede Lieferung und jeder Rechnungseingang werden dann mit Referenz zur Stammnummer des Kreditors erfasst. Naturgemäß hat die Kreditorenbuchhaltung einen engen Bezug zum Beschaffungswesen insbesondere dem Einkauf.

Nach Rechnungseingang werden die Forderungen des Lieferanten als Verbindlichkeiten geführt. Fällige Verbindlichkeiten werden mittels Zahlung ausgeglichen. Über die zeitliche Fälligkeitstruktur der Rechnungen ergibt sich eine Möglichkeit zur kurzfristigen Liquiditätsplanung.

In einer Offene-Posten-Buchhaltung wird eine Verbindlichkeit nach erfolgter Zahlung ausgeglichen. Voraussetzung für das Zahlen einer Rechnung ist die Lieferung der vereinbarten Leistung. Da der Rechnungseingang unter Umständen auch vor dem Liefereingang erfolgen kann, sollten Rechnungseingang und die Wareneingangsbuchung ins Lager als Folge der Lieferung mit Referenz zur Bestellnummer über ein CpD-Konto geführt werden. Die Voraussetzungen zur Zahlungsfreigabe sind dann

1. Fälligkeit der Rechnung
2. die erfolgte Lieferung, d. h. ein ausgeglichener Saldo des CpD-Konto in Bezug auf die Bestellnummer der Rechnung

Die Integration der Kreditorenbuchhaltung ins Hauptbuch erfolgt mit einem Abstimmkonto. Der Saldo des Abstimmkontos entspricht der Summe der offenen Kreditorenverbindlichkeiten. Das Abstimmkonto wird in die Passivseite der Bilanz übernommen und zeigt dort die offenen Verbindlichkeiten gegenüber den Lieferanten.

Definition Lieferant:
Ein Lieferant versorgt einen Abnehmer mit Waren oder Dienstleistungen. Der Ausdruck ist mit dem französischen livrer verwandt und stammt aus dem 16. Jahrhundert. In der Buchhaltung ist der Lieferant ein Kreditor, dem Zahlungen geschuldet werden, während einem die eigenen Kunden als Debitoren Zahlungen zu leisten haben.